Porto & Duorotal


STATIONEN:
Porto * Pinhão * Weinbaugebiet Alto Douro
Porto – historisches Zentrum UNESCO Welterbe seit 1996
Das historische Zentrum von Porto, die Ponte Luiz I und das Kloster Serra do Pilar, erbaut entlang der Hügel oberhalb der Douromündung im Norden Portugals, bilden ein herausragendes Stadtbild mit einer 2000-jährigen Geschichte. Die Römer gaben ihm im 1. Jahrhundert v. Chr. den Namen Portus, „Hafen“. Militärische, kommerzielle, landwirtschaftliche und demografische Interessen trafen hier aufeinander. Das kontinuierliche, vom Meer abhängige Wachstum spiegelt sich in den zahlreichen und vielfältigen Monumenten wider, von der Kathedrale mit ihrem romanischen Chor über die neoklassizistische Börse bis hin zur typisch portugiesischen manuelinischen Kirche Santa Clara. Das Stadtbild des historischen Zentrums von Porto und seine zahlreichen historischen Gebäude zeugen eindrucksvoll von der Entwicklung einer europäischen Stadt der letzten tausend Jahre, die sich für ihre kulturellen und kommerziellen Verbindungen zum Meer hin öffnet. Archäologische Ausgrabungen belegen eine menschliche Besiedlung der Douromündung seit dem 8. Jahrhundert v. Chr., als sich dort eine phönizische Handelssiedlung befand. Im 5. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Verwaltungs- und Handelszentrum. In den folgenden Jahrhunderten war die Stadt Angriffen und Plünderungen durch verschiedene Gruppen ausgesetzt, darunter Schwaben, Westgoten, Normannen und Mauren. Im frühen 11. Jahrhundert war sie jedoch fest als Teil des kastilischen Reiches etabliert. Die Erweiterung erfolgte im 14. Jahrhundert mit dem Bau massiver Stadtmauern aus Stein zum Schutz ihrer beiden urbanen Kerne: der ursprünglichen mittelalterlichen Stadt und des bis dahin extramuralen Hafengebiets. Das historische Zentrum von Porto liegt innerhalb dieser Fernandinischen Mauern (benannt nach Dom Fernando, unter dessen Herrschaft sie 1376 fertiggestellt wurden), zusammen mit einigen kleineren Gebieten, die ihren mittelalterlichen Charakter behalten haben. In diesem Gebiet sind der mittelalterliche Stadtplan und das Stadtgefüge von Porto sowie einige spätere monumentale Einfügungen und die beiden verbliebenen Abschnitte der Fernandinischen Mauern weitgehend erhalten.
Weinanbaugebiet Alto Douro UNESCO Welterbe seit 2001
Der Fluss Douro und seine wichtigsten Nebenflüsse Varosa, Corgo, Távora, Torto und Pinhão bilden das Rückgrat der Berglandschaft, die durch die Berge Marão und Montemuro vor den rauen Atlantikwinden geschützt ist. Steil abfallende, terrassenförmig angelegte Weinberge erstrecken sich über rund 24.600 Hektar. In der Region Alto Douro wird seit rund 2.000 Jahren von traditionellen Landbesitzern Wein angebaut. Seit dem 18. Jahrhundert ist das Hauptprodukt, der Portwein, für seine Qualität weltberühmt. Diese lange Weinbautradition hat eine Kulturlandschaft von außergewöhnlicher Schönheit hervorgebracht, die ihre technologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung widerspiegelt.


















































