Niedersachsen


STATIONEN:
Lüneburg * Stade * Buxdehude * Wattenmeer * Cuxhaven
Schloss Marienburg * Hameln * Hildesheim * Steinhuder Meer * Eibeck
Rammelsberg * Goslar * Alfeld
Lüneburg * Stade * Buxdehude
Wattenmeer UNESCO Welterbe seit 2009, 2011, 2014
Das Wattenmeer ist das größte zusammenhängende System von Gezeiten-Sand- und Schlickflächen der Welt. Das Gebiet umfasst das niederländische Wattenmeer-Schutzgebiet, die deutschen Nationalparks Niedersächsisches und Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sowie den größten Teil des dänischen maritimen Wattenmeer-Schutzgebiets. Es handelt sich um ein ausgedehntes, gemäßigtes, relativ flaches Küstenfeuchtgebiet, das durch das komplexe Zusammenspiel physikalischer und biologischer Faktoren entstanden ist. Dieses Zusammenspiel hat eine Vielzahl von Übergangslebensräumen hervorgebracht, darunter Gezeitenrinnen, Sandbänke, Seegraswiesen, Muschelbänke, Sandbänke, Wattflächen, Salzwiesen, Ästuare, Strände und Dünen. In diesem Gebiet leben zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, darunter Meeressäuger wie der Seehund, der Kegelrobbe und der Schweinswal. Das Wattenmeer ist eines der letzten großflächigen Gezeitenökosysteme, in denen natürliche Prozesse weitgehend ungestört ablaufen.
Schloss Marienburg * Hameln * Hildesheim
Dom und Michaeliskirche in Hildesheim UNESCO Welterbe seit 1985
Die alte Benediktiner-Abteikirche St. Michael in Hildesheim, im Norden Deutschlands gelegen, ist eines der bedeutendsten Monumente der mittelalterlichen Kunst. Sie wurde zwischen 1010 und 1022 von Bernward, dem Bischof von Hildesheim, errichtet. St. Michael gehört zu den wenigen großen Bauwerken Europas um die Jahrtausendwende, die noch immer einen einheitlichen künstlerischen Gesamteindruck vermitteln, ohne wesentliche Beschädigungen oder grundlegende strukturelle Veränderungen erfahren zu haben. Die Michaeliskirche wurde auf einem symmetrischen Grundriss mit zwei Apsiden errichtet, der charakteristisch für die ottonische romanische Kunst in Altsachsen war. Ihr Innenraum – insbesondere die hölzerne Decke und die bemalte Stuckarbeit – zusammen mit den Schätzen des Mariendoms, vor allem den berühmten Bronzeflügeln der Tür und der Bernwardssäule, machen das Ensemble zu einem außergewöhnlich bedeutenden Beispiel romanischer Kirchen des Heiligen Römischen Reiches. Die Harmonie zwischen der inneren Struktur von St. Michael und seinem massiven Äußeren stellt eine herausragende architektonische Leistung dieser Epoche dar. Die basilikaartige Anlage mit entgegengesetzten Apsiden zeichnet sich durch ihr symmetrisches Design aus: Sowohl dem Ost- als auch dem Westchor ist ein Querschiff vorgelagert, das deutlich über die Seitenschiffe hinausragt; elegante Rundtürme auf der Achse des Giebels beider Querhausarme bilden einen Kontrast zu den Silhouetten der massiven Vierungstürme. Im Mittelschiff schafft der Wechsel von quadratischen Pfeilern mit Kämpfern und Säulen mit würfelförmigen Kapitellen ein Gliederungssystem, das in der ottonischen und romanischen Kunst großen Erfolg hatte. Der Mariendom, nach dem Brand von 1046 wiederaufgebaut, besitzt noch seine ursprüngliche Krypta. Die Anordnung des Mittelschiffs mit der charakteristischen Abfolge von zwei aufeinanderfolgenden Säulen pro Pfeiler orientierte sich am Vorbild von St. Michael, zeigt jedoch schlankere Proportionen.
Steinhuder Meer * Eibeck
Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft UNESCO Welterbe seit 1992, 2010
Das Oberharzer Wasserwirtschaftssystem, das südlich der Rammelsberger Erzminen und der Stadt Goslar liegt, wurde über einen Zeitraum von rund 800 Jahren entwickelt, um den Prozess der Erzgewinnung für die Produktion von Nichteisenmetallen zu unterstützen. Seine Errichtung begann im Mittelalter durch Zisterziensermönche und wurde anschließend vom späten 16. bis ins 19. Jahrhundert in großem Umfang weiterentwickelt. Es besteht aus einem äußerst komplexen, zugleich jedoch vollkommen schlüssigen System künstlicher Teiche, kleiner Gräben, Stollen und unterirdischer Wasserläufe. Dieses System ermöglichte die Nutzung der Wasserkraft für bergbauliche und metallurgische Prozesse. Es handelt sich um einen bedeutenden Ort bergbaulicher Innovation in der westlichen Welt.
Fagus-Werk in Alfeld UNESCO Welterbe seit 2011
Die Fagus-Fabrik in Alfeld ist ein aus zehn Gebäuden bestehender Komplex, dessen Bau um 1910 nach den Entwürfen von Walter Gropius begann. Sie gilt als Meilenstein in der Entwicklung der modernen Architektur und des Industriedesigns. Der Komplex, der noch heute in Betrieb ist, diente allen Produktionsstufen – der Herstellung, Lagerung und dem Versand von Leisten für die Schuhindustrie – und befindet sich in Alfeld an der Leine in Niedersachsen. Mit ihren bahnbrechenden, großflächigen Glasfassaden und ihrer funktionalistischen Ästhetik kündigte die Anlage bereits die spätere Arbeit des Bauhauses an und ist ein bedeutendes Wahrzeichen in der Entwicklung der Architektur in Europa und Nordamerika.






























































































