Obergermanisch – Raetischer Limes UNESCO Welterbe seit 2005

Der Obergermanisch-Raetische Limes (ORL) ist ein 550 Kilometer langer Abschnitt der ehemaligen Außengrenze des Römischen Reichs zwischen Rhein und Donau. Er erstreckt sich von Rheinbrohl bis zum Kastell Eining an der Donau. Zu den bekanntesten Fundorten zählen die Kastelle Saalburg und Welzheim. Der Obergermanisch-Raetische Limes war die Ostgrenze der römischen Provinz Obergermanien und die Nordgrenze der Provinz Raetia. Er reicht  bis Regensburg in Bayern und bestand aus Wall, Graben, Wachtürmen und Kastellen.


Kastell Osterburken

Das ursprüngliche Kohortenkastell wurde um 160 n. Chr. errichtet, um die Grenze am Odenwaldlimes zu sichern. Später wurde es durch ein Annexkastell (Zusatzlager) für eine weitere Einheit ergänzt. Während das Hauptkastell heute größtenteils überbaut ist, sind die Mauern des Annexkastells im frei zugänglichen Römerparksowie ein rekonstruierter Limesturm oberhalb der Stadt sichtbar. Weiterhin ist ein vollständig ausgegrabenes römisches Badehaus, das heute im Römermuseum Osterburken konserviert und ausgestellt ist, zu besichtigen. Im Weihebezirk wurde ein einzigartiges Areal mit Weihealtären von Benefiziariern (römischen Grenzpolizisten) entdeckt.

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