Aus dem Tagebuch unserer Katzen

 

MONTAG

 

Meine Gefängniswärter nerven mich wie immer mit diesen kleinen komisch wackelnden Objekten, sie nennen das Katzenspielzeug.  Zum Abendessen gönnen sie sich Hummer und Rinderfilet, während ich wegen des Durchfalls auf Hühnerbrei und Trockenfutter gesetzt bin. Nur der Gedanke an Flucht und die Freude, wieder ein gutes Möbelstück ruiniert zu haben, halten mich am Leben. Morgen könnte ich eigentlich wieder an dem Blumenstrauß auf dem Tisch rumknabbern... (FIN)

 

 

DIENSTAG

 

Heute hatte mein Versuch, meine Wächter umzubringen, fast Erfolg. Ich bin ihnen ständig um die Beine gestrichen, während sie durch die Wohnung liefen. Das muss ich unbedingt nochmal probieren, wenn sie die Treppe herunterkommen. Bei einem Versuch sie zu nerven, habe ich ihr vielgerühmtes Nassfutter auf ihren Lieblingsteppich erbrochen. Das muss ich unbedingt in ihrem Bett wiederholen! (BRUNO)

 

 

MITTWOCH

 

Heute habe ich den ganzen Tag geschlafen. Gut, dann kann ich sie mit meinem Betteln und Flehen um richtiges Futter die ganze Nach wachhalten. Und wenn sie nicht reagieren, dann trample ich auf Ihnen rum und stelle mich mit ganzem Körpergewicht auf ihren Ischiasnerv oder lecke in ihrem Gesicht rum. Wenn sie dann immer noch nicht reagieren, springe ich vom Regal direkt auf ihren Brustkorb, während sie noch schlafen. (SHALIMAR)

 

 

DONNERSTAG

 

Im Flur habe ich eine Ratte und einen Fisch gefangen und ihnen vor das Bett gelegt. Ich hatte die Hoffnung, sie würden endlich verstehen, dass mein Körper Proteine braucht, aber sie haben mich nur gelobt, was für ein braves Kätzchen ich bin. Hm, das hat nicht nach Plan funktioniert…. (MARIE)

 

 

FREITAG

 

Ich weiss jetzt genau, dass sie Sadisten sind! Grundlos haben sie mich der Wasserfolter ausgesetzt. Welches kranke Hirn denkt sich so was aus? Meine einzige Genugtuung ziehe ich aus dem kleinen Stückchen Haut, dass immer noch zwischen meinen Zähnen steckt. *fg* (FIN)

 

 

SAMSTAG

 

Heute haben die Wächter mich den ganzen Tag alleine gelassen. Sie nennen es Ausflug machen. Sie haben vergessen, meine Sandwanne, sie nennen es Klo, von Klumpen zu befreien. Das Kaminholzkörbchen sah so einladend aus... das ist nun ordentlich nass. (FIN)

 

 

SONNTAG

 

Was gab es heute wieder für einen Fraß! Die Wächter sollten sich schämen! Sitzen mit fettem Braten am Tisch. Aber ich habe mich gerächt! Ich bin in meine Sandwanne und habe mein Geschäft gemacht - während sie aßen. ...übrigens, die steht 2m vom Esstisch entfernt... (BRUNO)

 

 

MONTAG

 

Seit heute ist unser Heim stark bevölkert. Die Wächter nennen es Besuch. Ich bin überzeugt der fremde Besuch sind ein Speichellecker und eine Federliese. Der Speichellecker wird regelmäßig frei gelassen und scheint mehr als glücklich zu sein, wieder zurückkehren zu dürfen. Offenbar ist er nicht ganz bei Verstand. Der Vogel muss ein Informant sein, er beherrscht die furchteinflößende Zunge der Wächter und spricht regelmäßig mit ihnen. Ich bin sicher, er berichtet ihnen jede unserer Bewegungen. Momantan garantiert ein Metallkäfig für seine Sicherheit. Aber ich kann warten. Es ist nur eine Frage der Zeit.... (SHALIMAR)

 

 

DIENSTAG

 

Es gibt endlich fleischliche Kost für mich, die sich wohltuend von der bisherigen Gefängnisküche unterscheidet. Auch der Kater verschlingt einen Fleischberg. Die Wächter knabbern hier an Kaninchenfutter. Vielleicht warten wir noch etwas länger. Wir haben ja die Zeit…. (MARIE)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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